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Universitätsspital Basel

 

 

 

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Newsletter Juli 2015


Die Themen:
» Lehrabschluss 2015: Erfolg auf der ganzen Linie
» Das OptiProgramm hat gewirkt
» Ambulante intravenöse Antibiotika-Therapie – ein Service am USB
» «progress! Sichere Chirurgie» Abschluss Patientensicherheit Schweiz
» Viele brennende Themen am WHO Strategie Meeting über HIV
» VHF Gruppe: Neue Erfahrung durch fachliche Herausforderung
» Impressum


Lehrabschluss 2015: Erfolg auf der ganzen Linie

Odette Häfeli, Leiterin Abteilung Bildung und Entwicklung

Alle 41 Prüflinge haben ihre Abschlussprüfung erfolgreich bestanden, einzelne sogar im Rang. Künftig werden die Absolventen in den Berufen Fachfrauen und -männer Gesundheit (FaGe), Assistentinnen Gesundheit und Soziales, Fachfrau Betreuung, Logistiker, Diätköche und Köche, Fachmann Betriebsunterhalt, Informatiker, Büroassistenten, Kauffrauen und Kaufmänner tätig sein. Dabei haben 3 Fachfrauen Gesundheit und 2 Köche die Ausbildung in der Nachholbildung erfolgreich abgeschlossen. Des Weiteren machen 11 Absolventinnen eine zusätzliche Ausbildung bei uns im Haus. Nach dem Abschluss bleiben viele als neue Mitarbeitende dem USB erhalten.


Das OptiProgramm hat gewirkt

Martin Gerber und Norbert Spirig, Spitalleitungsmitglieder

Das Ende 2012 gestartete USB-Optimierungsprogramm (OptiProgramm) hat einen sehr guten Leistungsausweis und im Jahr 2014 substanziell zum positiven Jahresergebnis beigetragen. Die Ziele des OptiProgramms wurden weitgehend erreicht. Der erfolgreiche Verlauf des gesamten OptiProgramms konnte durch den grossen Einsatz und die oft akribische und aufwendige Arbeit aller Teilprojektleitenden gewährleistet werden. Seit dem Kick-Off ist das Programm stetig gewachsen, auf 32 Teilprojekte insgesamt. Immer wieder konnten in der Folge wichtige Projekte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Spitalleitung hat an ihrer Sitzung vom 15. Juni 2015 beschlossen, das Programm per Ende Juni zu beenden und die offenen Teilprojekte den jeweiligen Linienverantwortlichen zu übertragen. An dieser Stelle ein grosses Danke an die Opti-Gemeinschaft, die während fast drei Jahren auf besondere Weise zusammen gewirkt und viele Hürden gemeistert hat. Das ist unser Erfolg, auf den wir stolz sein dürfen.

Vom OptiProgramm zu Lean@USB
Die Optimierung unseres Unternehmens wird in allen Einheiten nachhaltig in unseren Arbeitsalltag einfliessen, im Kleinen wie im Grossen. Die Spitalleitung hat daher ein unternehmensweites Programm Lean@USB in Auftrag gegeben, das in strukturierter Weise unsere Qualität und Produktivität verbessern wird. Beispiele wurden bereits im USB realisiert, denken wir an Flowstation auf Chirurgie 6.2, die schnelle medizinische Teamevaluation im Notfallzentrum oder die ambulanten getakteten Prozesse in der Augenklinik. Die Programmorganisation Lean@USB wurde aufgebaut und erste Arbeiten haben bereits begonnen. Weitere Informationen werden im 3. Quartal folgen.

» Die Opti-Seiten im Intranet


Ambulante intravenöse Antibiotika-Therapie – ein Service am USB

PD Dr. Maja Weisser Rohacek, OPAT Leiterin Konsiliardienst, Stv. Chefärztin Infektiologie & Spitalhygiene
Barbara Wenk, dipl. PFF, OPAT Nurse, Medizinische Poliklinik

Kennen Sie die Möglichkeit stationäre Patienten trotz intravenöser Antibiotikatherapie nach Hause zu entlassen? Seit dem 8. November 2013 ist eine ambulante intravenöse Antibiotikatherapie auf der Medizinischen Poliklinik (MedPol) im Rahmen des OPAT (Outpatient Parenteral Antimicrobial Therapy) Programms möglich. Unser Service hat für den Patienten viele Vorteile: Er bleibt in seiner vertrauten Umgebung und kommt nur für eine Stunde pro Tag ins Spital. Eine enge klinische Betreuung wird durch das Pflegepersonal und Ärzte der MedPol bzw. der Infektiologie in dieser Zeit gewährleistet.

Für das USB bedeutet eine Verlagerung der Antibiotika-Therapie in den ambulanten Bereich zusätzliche Kapazitäten für die Aufnahme von Patienten zu haben. Aktuell bieten wir eine Vielzahl von intravenösen Antibiotika an, die wir einmal pro Tag oder mit Hilfe einer Pumpe kontinuierlich über 24 Std. infundieren können. Unser Ziel ist es, dieses Angebot auszubauen und Patienten, die auf eine intravenöse antibiotische Therapie angewiesen sind, möglichst früh zu identifizieren und in unser Programm aufzunehmen.

Mehr Informationen zum OPAT-Programm im » Intranet oder auf der » Website

Im Bild: Die OPAT-Gruppe v.l.n.r. Marie Louise Daly, Barbara Wenk, Maria Candela, PD Dr. Maja Weisser Rohacek, Marlies Meury, Dr. Michael Osthoff


«progress! Sichere Chirurgie» Abschluss Patientensicherheit Schweiz

Dr. Henry Hoffmann, Oberarzt, Viszeralchirurgie

Das USB hat das zweijährige Pilotprogramm «progress! Sichere Chirurgie» erfolgreich abgeschlossen. Ziel war es, die chirurgische Checkliste in allen 16 operativen Kliniken korrekt und bei jeder Operation anzuwenden, um unerwünschte Ereignisse (z.B. Seitenverwechslung, unbeabsichtigtes Zurücklassen von Fremdkörpern im Patienten) bei Eingriffen zu vermeiden. Die Stiftung Patientensicherheit Schweiz hat dem USB im Abschlussbericht ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Trotz der Grösse des Spitals liesse sich feststellen, dass die Checkliste erfolgreich in allen operativen Kliniken implementiert worden ist. Die Mehrheit der Mitarbeitenden sehen die eingetretenen Veränderungen im OP positiv (z.B. Kommunikation miteinander). Wissen und Einstellung der Mitarbeitenden rund um die Checkliste hätten sich genauso positiv entwickelt wie das Sicherheitsklima im OP. Im Bericht wird jedoch auch angemerkt, dass aktuell etwa ein Drittel der befragten OP-Mitarbeitenden mit der Anwendung der Checkliste noch nicht vollends zufrieden sei. Das Potenzial zur Verbesserung der Patientensicherheit wird von allen erkannt. Mit der Etablierung der Checkliste als neue Sicherheitsnorm entsteht für die Mitarbeitenden eine neue Sicherheitskultur. Diese fördert wiederum die Zusammenarbeit zwischen den Fachdisziplinen und den Berufsgruppen.

» Intranetauftritt «progress! Sichere Chirurgie»
» Mediencommuniqué vom 3. Juli 2015


Viele brennende Themen am WHO Strategie Meeting über HIV

Prof. Manuel Battegay, Chefarzt Infektiologie & Spitalhygiene, Präsident der European AIDS Clinical Society (EACS)

Das WHO Strategie Meeting über HIV und virale Hepatitis (WHO Global Health Sector Strategies for HIV and Viral Hepatitis `Towards Universal Health Coverage` (2016-2021)) hatte die optimale Betreuung und Behandlung aller HIV- und Hepatitis-Patienten in Europa zum Inhalt. In Kopenhagen trafen sich Repräsentanten aus über 53 europäischen Ländern, insbesondere aus Osteuropa.

Aufgrund der sehr aktiven Teilnahme russischer Vertreter wurden alle Vorträge und Diskussionsbeiträge simultan auf Russisch übersetzt. Eindrückliche Zahlen belegen, dass es alleine in Russland zu über 100'000 HIV-Neuinfektionen pro Jahr kommt und die Mindestzahl an HIV-infizierten Menschen in Russland ca. 1,5 Millionen Personen beträgt.

Viele brennende Probleme wurden diskutiert und eine Strategie überlegt, wie die Situation zu verbessern sei. Angefangen bei einem verbesserten HIV-Testwesen, über die Betreuung in Kliniken in Zentralasien bis zur Betreuung von Drogenabhängigen in speziellen Programmen. Angesichts dieser Zahlen und enormen Problematik nahmen auch Vertreter des Global Funds, der Organisation, die finanziell weltweit grosse Therapieprogramme sichert, teil. Der Präsident der EACS ortet eines der wichtigsten Probleme in der Umsetzung der Strategie: Trotz der grassierenden HIV- und Hepatitis-Epidemie vor allem in Russland und der Ukraine engagierten sich viel zu wenige Ärzte und Pflegepersonal. Vielfach fehlt der institutionelle Support. Bei diesem Meeting wurde der wichtige Beitrag der European AIDS Clinical Society (EACS) für die eine optimale Betreuung und Therapie der ca. 2,5 Millionen HIV-infizierten Patienten und damit der Beitrag zur globalen Strategie, insbesondere in Europa und osteuropäischen Ländern, gewürdigt.


VHF Gruppe: Neue Erfahrung durch fachliche Herausforderung

Anne Hermes, Leiterin Ebola Gruppe, Infektiologie & Spitalhygiene

Die VHF Gruppe ist für die Abklärung sowie die anschliessende Versorgung und Betreuung von Patienten mit Viralem Hämorrhagischem Fieber (z.B. Ebola, Marburg-Virus) zuständig. Wir suchen Freiwillige verschiedener Berufsgruppen (Pflegebereich, ärztlicher Bereich, Labor, Reinigungsdienst) zur Ergänzung des VHF-Teams. Die Gruppe existiert bereits seit 14 Jahren und ist auch in Zeiten ohne akute VHF-Fälle aktiv. Als Mitglied werden Sie von einem erfahrenen Team der Spitalhygiene geschult und begleitet: Sie erhalten so die Möglichkeit, Ihr Fachwissen spezifisch zu erweitern. Zudem finden regelmässig praktische Trainings statt, um die Gruppe optimal auf den Ernstfall vorzubereiten. Die aufgewendete Zeit gilt dabei als normale Arbeitszeit.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Ein Schnupperbesuch auf der neuen Ebola-Station ist jederzeit möglich. Vorbeischauen lohnt sich. Für Fragen oder weitere Informationen wenden Sie sich an Anne Hermes, Tel. intern 86966.

» Video zur VHF Gruppe


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kommunikation@usb.ch

Redaktion
Gina Hillbert, Sarah Walleser, Angela Roos
Fotos: zVg, Christopher Gmuender, Gina Hillbert, Stiftung Patientensicherheit Schweiz